Tarifvertrag kfz ig metall

IndustriAll Europe begrüßt den am 6. Februar zwischen der IG Metall und Südwestmetall unterzeichneten Tarifvertrag. Das Abkommen steht an der Spitze der Tarifverhandlungen und ist ein positives Beispiel für die Sozialpartner nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Umfang: Der Haustarifvertrag der Volkswagen AG gilt für knapp 120.000 Mitarbeiter in den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie der Volkswagen Financial Services AG. Das IGM-Magazin metallzeitung besteht seit 1949. Im Jahr 2005 hatte es eine Auflage von über 2 Millionen. Es gibt 12 Ausgaben pro Jahr. Die IG Metall ist mit 2,3 Millionen Mitgliedern eine der größten und mächtigsten Gewerkschaften der Welt. Der Tarifvertrag, über den die Gewerkschaft verhandelt, würde 3,9 Millionen Arbeitnehmer abdecken. “Während wir um einen Tarifvertrag ringen, kämpfen auch unsere Kollegen in den USA in Chattanooga für einen Tarifvertrag. Doch dort weigert sich Volkswagen völlig. Und die Kollegen, wieder sagen wir: Sie sind nicht allein! Sie haben unsere Solidarität – und auch dort erwarten wir vom Management: Kommt zu euren Sinnen! Sprechen Sie mit den Kollegen! Weil wir auch dort anständige, kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen wollen.” Um mehr Flexibilität zu bieten, wird es möglich sein, individuelle, freiwillige Erhöhungen der Projektarbeitszeit bis zu 40 Stunden pro Woche für 5 % der vom Tarifvertrag erfassten Arbeitnehmer zu vereinbaren.

Diese kann im Einvernehmen zwischen den Parteien vorübergehend auf 10 % erhöht werden. Außerdem wurde eine zusätzliche jährliche Zahlung von 27,5 % des Monatsgehalts ab August 2019 eingeführt, die von speziellen Arbeitnehmergruppen in sechs Urlaubstage umgerechnet werden kann. Ab Juli 2019 wird monatlich 90 EUR an die betriebliche Altersversorgung geleistet; januar 2020, EUR98. Auch die Arbeitszeitregelungen der Projektarbeiten werden geändert. Der Tarifvertrag hat eine Laus 27 Monate. Arne Meiswinkel, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Verhandlungsführer des Unternehmens in der Lohnrunde, sagt: “Die Corona-Krise stellte die Lohnparteien vor besondere Herausforderungen. In der Tarifrunde ging es auch darum, die Konsequenzen für Unternehmen und Arbeitnehmer in Grenzen zu halten und den Neustart bestmöglich vorzubereiten. Unter diesen Bedingungen ist die einzig richtige Antwort eine Schlussfolgerung auf Sicht: kurzfristig, mit dem Ziel, unsere wichtigen Projekte auch in schwierigen Zeiten voranzutreiben, und mit dem Ziel, pragmatische und realistische Lösungen für unsere Mitarbeiter zu finden, damit sie mit der Situation am besten umgehen können.” Wenn bei den Verhandlungen keine Fortschritte erzielt werden, beabsichtigt die Gewerkschaft, die Aktion auf ganztägige Streiks auszudehnen, die auf schlüsselfertige Unternehmen abzielen. Die erste Tarifrunde für einen Tarifvertrag für die 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektronikbranche beginnt heute, wenn die Gewerkschaft mit dem landesnahen Arbeitgeberverband Baden-Württemberg zusammentrifft, wo eine Reihe von Automobilherstellern ihren Sitz hat. Die Weigerung von Volkswagen, in Chattanooga mit Local 42 zu verhandeln, wurde von der IG Metall bei Kundgebungen und Demonstrationen im ganzen Land unterstrichen. Als am 30.

Januar in Hannover die dritte Gesprächsrunde mit VW begann, versammelten sich 5000 Gewerkschaftsmitglieder, um ihr Verhandlungsteam zu unterstützen. Einige trugen ein Transparent mit der Aufschrift “VW-Arbeiter in Chattanooga brauchen einen Tarifvertrag!” IG-Metall-Regionaldirektor Thorsten Gröger verwies in seiner Rede vor publikumaufgeboten auf das Verhalten von Volkswagen: Die neue Vereinbarung der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, die als Pilotvertrag für andere Tarifrunden in Deutschland gelten soll, ist ein positives politisches Signal für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.